Nachhaltige Hardware Oberstufe
Wie alt ist dein Smartphone? Und was ist mit deinem letzten passiert?
Das Problem
- Für Smartphones und Computer werden Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Gold und seltene Erden gebraucht, oft unter problematischen Bedingungen abgebaut.
- Die Herstellung verbraucht viel Energie und Wasser (→ Mikrochips).
- Viele Geräte werden nach wenigen Jahren ersetzt: Akku schwach, keine Updates mehr, Reparatur zu teuer.
- Elektroschrott gehört zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen der Welt. Nur ein Teil wird fachgerecht recycelt.
Merke
Den größten Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet eine lange Nutzungsdauer: reparieren, weiterverwenden, gebraucht kaufen und erst am Ende recyceln.
Politik greift ein: EU-Verordnung 2023/1670
Die EU hat mit der Verordnung (EU) 2023/1670 Ökodesign-Anforderungen für Smartphones, Handys, Schnurlostelefone und Tablets festgelegt. Sie gilt seit 20. Juni 2025 und verlangt u. a.:
- Ersatzteile (z. B. Akku, Display) müssen noch jahrelang nach Verkaufsende erhältlich sein.
- Akkus müssen viele Ladezyklen überstehen und ihre Kapazität weitgehend behalten.
- Hersteller müssen Betriebssystem-Updates über mehrere Jahre liefern.
- Geräte müssen robuster (Sturz, Staub, Wasser) und leichter zu reparieren sein.
Recherche
Lies im Verordnungstext auf EUR-Lex nach: Wie viele Jahre genau gelten die Pflichten für Ersatzteile und Updates?
Fishbowl: Wie vermeiden wir Elektroschrott?
Ihr kommt zu viert zusammen und vertretet verschiedene Interessen: Hersteller, Verbraucher:innen, Umweltverband, Politik.
Leitfragen:
- Wer trägt die Verantwortung für ein nachhaltiges Smartphone?
- Wie weit darf die Politik in den Markt eingreifen?
- Was ist wichtiger: günstige oder nachhaltige Produkte?
- Was würde passieren, wenn alle ihr Smartphone doppelt so lange nutzen?
- Soll ein 600-Euro-Handy teurer werden dürfen, wenn es dafür zehn Jahre hält?